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Weingut Selt
Wandern mit und ohne Wein
Wir vom Weingut Selt schätzen guten Wein und lieben die Natur. Wenn es Ihnen genauso geht, ist unsere Heimat Leutesdorf genau der richtige Ort für Sie. An dieser Stelle möchten wir Ihnen in Zukunft interessante Spazier- und Wanderwege präsentieren, die streckenweise durch Weinberge verlaufen und die insgesamt der naturliebenden Seele wohltun.

Diesmal geht es durch die im Südteil Leutesdorfs gelegene Weinbergslage Rosenschiefer, dann über naturbelassene Pfade hinauf zur ersten Anhöhe des Westerwalds und anschließend wieder zurück ins Tal. Sie können dabei durchgängig spektakuläre Ausblicke ins Rheintal genießen und Sie werden auch mehrere Möglichkeiten zur Einkehr finden. Unser Weg führt zweieinhalb bis drei Stunden lang (Abkürzung möglich) abschnittsweise über den Premiumwanderweg Rheinsteig. Damit ist auch gesagt, dass festes Schuhwerk und eine durchschnittlich gute Gesundheit Voraussetzungen für diese Wanderung sind.

Wir beginnen am großen Parkplatz am Rhein, mit Blick auf den schön sanierten Renaissancebau Zenn von 1618, auf dessen Gelände sich seit Juni 2015 die neue Leutesdorfer Jugendherberge befindet. Entlang der schattigen Platanenallee, vorbei an malerischen Winzer- und Fischerhäusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert, gelangen wir rheinaufwärts schnell zum Zolltor, dem Wahrzeichen Leutesdorfs (ältester Teil von 1572). Gleich dahinter treffen wir auf das Hotel Leyscher Hof mit dem wunderbaren Rheingarten, der in seiner Qualität zwischen Bonn und Wiesbaden einzigartig ist. Hier bietet sich eine erste Gelegenheit zur Stärkung für den weiteren Weg (Öffnungszeiten: www.leyscher-hof.de).
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Wir passieren die historische Löwenburg (Barockbau von 1780) und durchqueren nach etwa 300 Metern die Bahnunterführung. An deren Ende folgen wir rechts rund 40 Meter dem asphaltierten Radweg bergauf und treten dann links, dem gelb markierten Zubringerweg zum Rheinsteig folgend, in den Hang. Der Pfad führt steil bergauf, links am alten Leutesdorfer Steinbruch vorbei, bis hin zu einer Bank an seinem Scheitelpunkt. Von dort genießen wir den Blick auf den jenseits des Rheins sich erhebenden Krahnenberg und über Andernach, bei gutem Wetter bis weit in die Eifel hinein. Rheinabwärts sehen wir bereits die Leutesdorfer Pfarrkirche und schließlich den spektakulären Felsen Hammersteiner Ley. Oben links am Fels sind deutlich die Reste des früheren Windmühlenturms der Ruine Burg Hammerstein sichtbar, älteste Feste am Mittelrhein.

Nun folgen wir dem asphaltierten Weinbergsweg und finden auf der linken Seite mehrerere Rieslingweinberge unseres Weinguts. Hinter dem Scheitel einer kleinen Kuppe ist der blau markierte Einstieg in den Rheinsteig deutlich sichtbar. Wenn Ihnen die recht stramme Steigung des Pfads zu viel ist - oder falls schlechtes Wetter Sie vom Aufstieg abhält - folgen Sie einfach dem asphaltierten Weg weiter durch die Weinberge. Genießen Sie dabei weiter die Aussicht auf Leutesdorf und den Rhein und bald haben Sie oberhalb der Pfarrkirche wieder den Ort erreicht.
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Der Rheinsteigpfad führt steil bergauf, romantisch an Felsen und Reste uralter Weinbergsmauern angeschmiegt, gesäumt von knorrigen Steineichen, Wildrosen und Haselnuss Sträuchern, Brombeeren und bunten Hahnenfußrasen. Der Weg erreicht schließlich einen weiteren asphaltierten Weinbergsweg, führt aber nach kurzer Strecke über eine Mauertreppe (am Schild "Richtung Sonnenweg / Windhäuser Hof) erneut zu einem steilen und naturbelassenen Pfad. Wir steigen weiter an moos- und flechtenbewachsenen Felsen vorbei und finden - wenn wir aufmerksam hinsehen (auf schwarze, abgestorbene Steineiche achten) - rechts am Hang eine versteckte Bank mit bestem Landschaftsblick, hervorragend geeignet für eine kurze Rast, allein oder zu zweit.

Wir wandern weiter bergauf, passieren den in den Felsen gehauenen Unterstand und erreichen schließlich freigelegte historische Weinbergsterrassen, auf denen Rieslingreben in Einzelpfahlerziehung kultiviert werden. Seit dem Mittelalter und bis in die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts hinein war diese Anlageform am Mittelrhein Standard. Heute ist der Terrassenweinberg in der früheren Lage "In der Pützgasse" der einzige seiner Art in Leutesdorf. Er wurde 2008 von einem Kölner Journalisten als Frucht bringender Freizeitsport neu zum Leben erweckt.

Wenn wir die Terrassenanlage passiert haben, ist der Sonnenweg erreicht. Der anstrengendste Teil der Wanderung liegt nun hinter uns. Wir wenden uns nach links, belohnen uns mit dem herrlichen Blick stromabwärts, lassen uns aber von der gut 50 Mater hinter der Abzweigung stehenden Bank nicht zur Rast verlocken. Stattdessen wandern wir noch rund huntert Meter weiter bis zur nächsten Rastmöglichkeit. Von dort können wir mit einigem Glück den auf der gegenüberliegenden Rheinseite sprudelnden Andernacher Kaltwassergeysir bewundern, den höchster seine Art weltweit. Außerdem haben Sie einen schönen Blick auf die Wallfahrtskirche Heilig Kreuz (1680).
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Hinter einer rekultivierten Weinbergpfirsich Plantage biegt der Weg nach rechts in ein schattiges Steineichenwäldchen und etwa 150 Meter weiter steigen wir dem Rheinsteig Zeichen folgend auf den tieferliegenden Hohlbach Weg hinab. Schräg links gegenüber folgen wir nun dem Edmundhütte Weg in das Naturschutzgebiet Langenbergskopf, wo der kundige Wanderer zum Beispiel sehr seltene Steppenpflanzen entdecken kann. Wenn ein Fels umrundet ist, stehen wir vor der Treppe zum bewirtschafteten Naturfreunde Haus Edmund Hütte. (Öffnungszeiten: www.leutesdorf-rhein.de/natur/edmundhuette.html). Der Blick von der Terrasse ins Rheintal gehört ohne Übertreibung zu den schönsten am ganzen Mittelrhein.

Zurück über die Treppe und etwa 500 Meter Fußweg erneut am Kreuzungspunkt Hohlbach Weg angelangt, wenden wir uns nun talwärts nach rechts und folgen dem bald asphaltierten Weg bis zum Ausgang einer S-Kurve. Dort zeigt uns die Rheinsteigmarkierung einen schmalen Fußpfad, der weiter talwärts führt. Nach kurzer Wegstrecke haben wir den Ort erreicht und finden in der Verlängerung des Hohlbachweges die Kirchstraße (beide Wege zusammen waren im Mittelalter ein wichtiger Verkehrsweg von der Westerwaldhöhe bis zum Fronhof am Rheinufer). Wir folgen der Straße an der Pfarrkirche vorbei (frühromanischer Turm, einzigartige Stumm-Orgel von 1736) und weiter, jenseits der Bahnstrecke, passieren wir historische Winzerhäuser und die links abzweigende Zehnthofstraße, an der sich das Weingut Selt befindet. Wir haben dann den Fronhof erreicht, das älteste Gebäude von Leutesdorf (nachgewiesen 868). Rechts gegenüber befindet sich an der Rheinfront der Rheinecker Hof mit seiner schönen, hoch gelegenen Terrasse als Möglichkeit zur Einkehr (Öffnungszeiten: www.rheinecker-hof.de).

Ein kurze Strecke weiter sind Sie am Ausgangspunkt Ihrer Wanderung angelangt. Wir hoffen, es hat Ihnen gefallen!
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