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Weingut Selt
Klassiker aus Lehmschutt und Liebe
Die erste gesicherte Erwähnung des Weinbaus an den Hängen von Leutesdorf geht auf den Reisebericht des römischen Autors Venantius Fortunatus aus dem Jahr 565 zurück. Vermutlich wurde hier aber bereits in vorchristlicher Zeit Wein angebaut. Grund sind die besonderen klimatischen, geografischen und geologischen Umstände, ideale Lebensbedingungen für nahezu jede Rebsorte - aber vor allem für Riesling.

Klima: Leutesdorf liegt auf dem rechten Rheinufer in einer langgestreckten Bucht, schützend eingehegt durch Hammersteiner Lay im Norden und Fahrer Lay im Süden – zwei über hundert Meter hohe, gewaltige Felsen. Der Einfluss kalter Westwinde wird zusätzlich durch die abfedernde Wirkung der linksrheinischen Eifelhöhen abgedämpft. Dies führt zu einem schon gegenüber den Nachbargemeinden spürbar milderen und wärmeren, „toskanischen“ Mikroklima.

Hangneigung: Die bis zu 70 Prozent steilen Haupthänge am Fuße des Westerwalds weisen überwiegend nach Süden und Südwesten – und wirken als Sonnenfänger für die Rebe.

Bodenwärme: Der auf Höhe von Leutesdorf rund 300 Meter breite Rhein sowie die überwiegend aus devonischem Schiefer, Grauwacke, Bims und Löss bestehenden Böden dienen als wirkungsstarke Wärmespeicher der Rebe.

Von diesen herausragenden Vegetationsbedingungen profitiert vor allem die anspruchsvolle, empfindliche und schwierig zu kultivierende Königssorte Riesling. Beste Voraussetzungen, um mit Liebe zum Weinmachen echte Riesling-Klassiker zu schaffen.

Einen wichtiger Faktor für die differenzierte Typizität der unterschiedlichen Terroirs in der Gemarkung – noch im 20sten Jahrhundert wurden in Leutesdorf 75 unterschiedliche Einzellagen erfasst – bildet der sehr unterschiedliche Charakter der Böden.

Das Weingut Selt erfasst seine Weinberge deshalb in drei gutsspezifischen Einzellagen (von Norden nach Süden):

Blauschiefer (ehemals Leutesdorfer Lage Forstberg): Im Steilhang Schieferverwitterungsböden mit devonischer Grauwacke, durchschnittlich 75 Zentimeter tief, über Felsgestein. Führt zu knackigen, kräftigen Rieslingweinen.

Goldschiefer (ehemals Leutesdorfer Lage Gartenlay): Teils Lehmschutt aus devonischem Schiefer, teils Lehmschutt aus devonischer Grauwacke, 70 bis 75 Zentimeter tief über Felsgestein. Führt zu vollmundigen, gehaltvollen Rieslingweinen mit besonderer Würze.

Rosenschiefer (ehemals Leutesdorfer Lage Rosenberg): Teils Tonschieferverwitterungsböden, teils Grauwacke sowie vulkanischer Bims, durchschnittlich 70 Zentimeter tief über Felsgestein. Führt zu duftigen, filigranen und feinnervigen Rieslingweinen mit besonderer Würze.
Weingut Selt